KNOCHENGRUBE – Robert Masello

Roman

Robert Masello

Fischer Taschenbuch Verlag
544 Seiten

 

Beth Cox ist Kunsthistorikerin und ihr Mann Carter ist Paläontologe. Beide leben in Los Angeles und arbeiten an verschiedenen Museen.  Beth erhält  den Auftrag, ein wertvolles Bestiarium – ein mittelalterliches Buch mit Beschreibungen und Illustrationen von Fabeltieren – zu übersetzen. Es gehört einer reichen irakischen Familie, deren Oberhaupt mittlerweile in Los Angeles lebt.
Carter Cox arbeitet an Ausgrabungen in einer Teergrube und ist Spezialist für urzeitliche Kreaturen. Aus diesem Grund tritt der Besitzer des Bestiariums irgendwann auch an ihn heran und bittet ihn, sich um die kränkelnden Tiere zu kümmern, die er auf seinem riesigen Grundstück in Bel Air hält. Cox ist überrascht – er ist schließlich kein Tierarzt sondern Paläontologe. Doch schon bald erfährt er, warum ausgerechnet er genau der Richtige für diesen Auftrag ist.
Als auch noch ein Waldbrand in den Hügeln um L.A. ausbricht, schwebt die Stadt in größerer Gefahr, als die meisten glauben.

Die Geschichte klingt gar nicht uninteressant und verspricht, nach dem Lesen des Klappentextes, zumindest spannend zu werden. Diese Erwartung wird jedoch recht schnell enttäuscht. Die Geschichte um Beth Cox, ihren Mann und dessen Ausgrabungen ist durchaus interessant. Man erhält viele Informationen über mittelalterliche Schriften, Ausgrabungstechniken und die Geschöpfe der Urzeit. Doch schon bald fangen die ausufernden Nebenhandlungen an zu langweilen. Schnell ist klar, worauf das Ganze hinauslaufen wird und umso zäher zieht sich die Lektüre der verschiedenen aufeinander zu laufenden Handlungsstränge hin. Teilweise wird die an sich wissenschaftlich gut ausgebaute Geschichte ins Unglaubwürdige gezogen, weil plötzlich Geister hinzukommen, deren Zweck einzig darin zu bestehen scheint, Handlungslücken zu kitten und schnell noch ein paar Erklärungen für ein paar unerklärliche Dinge zu finden.
Das eigentlich gefährliche Geschehen – nämlich ein möglicher Ausbruch der Tiere – lässt auf sich warten. Erst auf den letzen 50 Seiten des Buches kommt es zu dem erwarteten Drama, welches dann jedoch recht harmlos verpufft, weil außer den direkt beteiligten Personen niemand jemals in Gefahr gerät.

Fazit: Nicht zu empfehlen. Solche Geschichten gibt es zur Genüge und auch noch in viel besser. Hier sollte man lieber auf Bücher wie z.B. Attic zurückgreifen. Damit hat man mehr Spaß.

Wertung: 4 von 10 Punkten

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.