DIE VERBORGENEN – Scott Sigler

die verborgenenRoman
Scott Sigler

Heyne Taschenbuch

896 Seiten

Inspektor Bryan Clauser und sein Partner Pookie Chang werden an einen Mordschauplatz gerufen. Dort angekommen, sind sie den Fall aber auch schon wieder los. Die Leiche wird verdeckt und schnellstens weggebracht. Die Polzeitchefin selbst zieht die beiden direkt von dem Fall ab.
Bryan bemerkt einen seltsamen Geruch, der von der Leiche ausgeht – sein Partner jedoch nicht. Doch ab diesem Zeitpunkt geht es Bryan schlecht. Er fiebert, leidet unter schlimmen Schmerzen und hat fürchterliche Albträume. Und als wenn das nicht genug wäre – seine Albträume scheinen wahr zu sein.
Grauenhafte Morde an Teenagern werden verübt und bei allen war Bryan zugegen – im Traum. Sein Partner beginnt an Bryan zu zweifeln, verdächtigt ihn und doch versucht er, entlastende Beweise zu finden. Worauf die beiden jedoch stoßen ist mehr als verwirrend. Hilfe kommt durch eine Gerichtsmedizinerin, die auf Abnormalitäten bei den gefundenen Beweismaterialien stößt. Doch die Polizeichefin greift durch. Sie droht den Dreien mit der sofortigen Entlassung, – ja sogar Gefängnis, sollten sie diesen Fällen weiter nachgehen.
Es wird immer mysteriöser. Auf Grund von Bryans Visionen gelingt es ihnen, zeitgleich mit den Mördern bei den Opfern zu sein und was sie dort sehen, lässt sie an ihrem Verstand zweifeln. Maskierte Mörder, ein bizarrer Killer-Kult oder doch… Monster?
Bryan verändert sich immer mehr und entwickelt übermenschliche Kräfte. Die Gerichtsmedizinerin spricht von genetischen Abnormitäten, von völlig unabsehbaren Mutationen – kann es sein, dass es in San Francisco eine Population mörderischer Monster gibt und dass diese von ganz oben geschützt werden? Recherchen in den Archiven der Polizei deuten jedenfalls darauf hin.
Bryan, sein Partner und andere Helfer bringen durch ihre hartnäckigen Ermittlungen die ganze Stadt in höchste Gefahr. Sie sind dabei ein Geheimnis aufzudecken, vor dem die Welt um jeden Preis geschützt werden muss.
Sie müssen nun unter Einsatz ihrer aller Leben verhindern, dass die Menschen erfahren, was es mit „Maries Kindern“ auf sich hat und dafür sorgen, dass für immer im Verborgenen bleibt, was sich unter San Francisco abspielt.

Scott Sigler ist für mich eine lohnende Neuentdeckung. Ich habe diesen 900-Seiten-Wälzer regelrecht verschlungen. Anfangs liest sich das Buch wie ein Psycho-Thriller, man hätte glauben können, Bryan wäre ein Psychopath oder schizophren. Das seltsame Verhalten seiner Vorgesetzten gab zusätzlich Rätsel auf. Ein weiterer Handlungsstrang handelt von einem Teenager, der von ein paar Klassenkameraden – einer kleinen Gang und seiner Mutter brutal misshandelt wird. Der Kleine scheint dieselben Träume wie Bryan zu haben. Man hat Mitleid mit ihm. Doch dann verändert sich alles.
Der Autor verstrickt die Handlungen immer weiter ineinander, Bryans Ermittlungen und das Schicksal des Jungen nähern sich an und plötzlich gibt es eine Wendung nach der man dieses Kind nur noch hasst und die Ermittler einem leid tun. Ab diesem Zeitpunkt wird es auch immer unappetitlicher. Die ersten Morde waren schon krass aber was sich dann im Untergrund von San Francisco abspielt ist ziemlich grausam und auch eklig. Wer Horror nicht mag, sollte besser die Finger von dem Buch lassen. Es ist nichts für schwache Nerven.
Das Mysterium um einen scheinbar verrückten Serienkiller-Kult „Maries Kinder“ wird vom Autor zu einer grandiosen und actionreichen Monster-Story ausgebaut.

Fazit: Ein temporeicher Monster-Schocker zum mitfiebern.

Wertung 7 von 10 Punkten

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