DIE CHRONIKEN DER WELTENSUCHER 1: STADT DER REGENFRESSER – Thomas Thiemeyer

thiemeyerRoman

Thomas Thiemeyer

Loewe-Verlag
Gebundene Ausgabe
445 Seiten

Der 15jährige Oskar lebt um das Jahr 1900 in Berlin und schlägt sich als Taschendieb durch. Bis ihm eines Tages ein Diebstahl zum Verhängnis wird. Er hat sich das falsche Opfer ausgesucht – Carl Friedrich von Humboldt, einen der größten Abenteurer seiner Zeit – und wird prompt von diesem entführt. Doch Humboldt will dem Jungen nichts Böses, im Gegenteil! Er möchte, dass der geschickte und schlaue Oskar ihn auf einer seiner abenteuerlichen Reisen begleitet, als sein Diener. Und so kommt es, dass Oskar mit Humboldt, dessen Nichte und einer Freundin namens Eliza – einer Voodoo-Priesterin nach Südamerika aufbricht, um dort in den Anden nach einer sagenhaften Stadt zu suchen – der Stadt der Regenfresser. Dies soll ein Volk sein, dass in den Wolken lebt mit riesigen fliegenden Ungeheuern, die den Regen fressen.
Auf die Spur dieses Volkes bringt sie eine Fotoplatte, die Colca-Canyon in Peru gefunden wurde. Auf ihr sind seltsame fliegende Objekte zu erkennen und eine Stadt – hoch oben in den Wolken! Die Platte scheint einem vermissten Fotografen zu gehören, der für ein Wissenschafts-Magazin arbeitet. Auch dessen Arbeitgeber ist eine der Fotoplatten in die Hände geraten und so schickt dieser eine gefährliche Söldnerin und einen ängstlichen Journalisten nach Peru, um das geheimnisvolle Volk und eventuell auch den Vermissten zu finden.
Als Humboldt erfährt, dass und von wem er verfolgt wird, entwickelt sich die ohnehin schon abenteuerliche Reise durch Peru zu einer Flucht. Denn die Söldnerin, die ihnen auf den Fersen ist, hat neben ihrem eigentlichen Auftrag ein ganz persönliches Interesse daran, Humboldt zu töten.
Tatsächlich gelingt es der Gruppe, die verborgene Treppe zu finden, die sie in die Stadt über den Wolken führt. Was sie dort entdecken und erfahren, ist nicht nur unfassbar und magisch, sondern auch einer großen Bedrohung ausgesetzt. Oskar, Humboldt und die anderen werden plötzlich ein Teil der Geschichte des Volkes der Regenfresser und befinden sich mittendrin im Kampf gegen schreckliche todbringende Kreaturen, die die Existenz der Stadt und des ganzen Volkes bedrohen. Dazu kommt auch noch die Gefahr durch ihre Verfolger, was am Ende in einem riesigen Desaster gipfelt und sie alle möglicherweise das Leben kosten wird….

Wo soll ich nur anfangen? Etwa bei dem Flair der Zeit um das Jahr 1900, dem wunderbaren Haus von Humboldt in dem es vor Wissen, Ideen und großen Erfindungen nur so knistert, den imposanten Schauplätzen in Peru mit den über 3000 Meter hohen Gipfeln oder der rasanten Flucht vor den Gefahren durch menschliche und nicht-menschliche Verfolger?
Nein, die Geschichte des Volkes der Regenfresser ist auch ein guter Anfang. Thomas Thiemeyer hat sich an der  Geschichte eines untergegangenen Volkes bedient und dazu quasi eine Fortsetzung erfunden. Was passiert wohl mit einer hochentwickelten Kultur, die sich völlig zurückzieht und sich fernab von allem selbständig weiterentwickelt? Daraus allein hat er schon etwas wirklich Spannendes gemacht und das noch mit ein paar gefährlichen unirdischen Kreaturen, sympathischen Charakteren (Humboldt ist ein Abenteurer und Wissenschaftler á la Indiana Jones – nur älter und weiser und Oskar ist der kluge Lehrling und Retter in der Not) und einer konstant rasanten Handlung „gewürzt“.
Wie man vielleicht schon merkt, ist dabei ein Buch ganz nach meinem Geschmack herausgekommen.

Fazit: Ein wunderbarer, phantastischer Abenteuerroman für Jung und Alt. Es macht einfach Spaß, dieses Buch zu lesen.

Wertung 7 von 10 Punkten

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