DAS BLUT von Guillermo Del Toro und Chuck Hogan

Professor Setrakian, der Seuchenexperte Ephraim, seine Kollegin Nora und der militante Kammerjäger Vasili müssen sich im zweiten Teil der Endzeit-Trilogie mit einer immer größer werdenenden Armee an Infizierten auseinandersetzen.
Der Meister verfolgt weiterhin mit Hilfe des Milliardärs Palmer, welcher sich die Unsterblichkeit erhofft, seinen Plan, die Welt in die Dunktelheit zu stürzen, um Lebensraum für seine Kreaturen zu schaffen.
In der Zwischenzeit formiert sich eine weitere Widerstandstruppe, um den mexikanischen Kleinkriminellen Gus. Dieser wird auf Grund seines enormen Kampfgeistes von den „Alten“ – den anderen Urgeschöpfen neben dem Meister – auserwählt, den menschlichen Widerstand in ihrem Auftrag zu organisieren.
Die staatlichen Organe versuchen indes, die immer schlimmer werdenen Unruhen und Vorkommnisse herunterzuspielen und machen sogar Jagd auf Ephraim, der in Ihren Augen ein Wahnsinniger ist, weil er im Internet das Video der Tötung eines Infizierten veröffentlicht hat. Natürlich hat Palmer im Auftrag des Meisters hier seine Finger im Spiel, der Jahrzehnte lang alle wichtigen Organisationen unterlaufen hat.
Die Widerständler finden irgendwann zusammen und erfahren von Setraktian, dass es eventuell doch eine Möglichkeit gibt, den so mächtig gewordenen Meister zu vernichten. Doch dafür brauchen sie ein sagenumwobenens und fluchbehaftetes Buch, das „Occido Lumen“, in welchem der Urspung der Wesen erkärt ist und somit möglicherweise auch ihre Schwachstelle.
Aus der Not entsteht ein Bündnis zwischen den Urwesen und den Widerständlern, denn die Pläne des Meisters erstrecken sich nicht nur auf die Menschheit, sondern auch auf die anderen seiner Art.
Am Ende gelingt es dem Widerstand zwar, das Buch zu bekommen, doch die Vernichtung der Welt, bei denen sich der Meister neben seiner Armee auch der Atomkraft bedient, konnten sie nicht aufhalten… mit dem Ende dieses Bandes beginnt die ewige Nacht für die Menschheit.

Genau wie der erste Teil, hat mich dieses Buch gefesselt, wie kaum ein anderes. Es ist rasant und actionreich aber auch sehr fein und intelligent ersonnen. Bei jedem Detail hat man das Gefühl, es könnte irgendwann wichtig sein, keine Textpassage scheint überflüssig. Selbst die Zwischenspiele – Rückblenden in Setrakians Leben während und nach dem zweiten Weltkrieg – sind spannend und aufschlussreich.
Gegen Ende wird das Buch immer schneller, man hat das Gefühl, in einem Film zu sein. Die Szenerie wechselt immer häufiger, was jedoch gut so ist, denn an jedem der Schauplätze passiert gerade etwas Spannendes.  Zum Schluss verden die Fäden geschickt wieder zusammengeführt. Und doch ist das Ende erst der Anfang.

Fazit: Diese Endzeit-Idee ist nicht neu aber die Charaktere, die Methoden, geschichtliche Hintergründe und das enorme Tempo der Geschichte machen das Buch (die Bücher) zu einem besonderen Erlebnis für Abenteuerer und Gruselfans.

Wertung 8 von 10 Punkten

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