DAS BLUT DES TEUFELS – James Rollins


Roman
James Rollins

Weltbild
Gebundene Ausgabe

527 Seiten

Der Archäologe Henry Conklin findet in einer Höhle in den peruanischen Anden eine 500 Jahre alte Mumie. In der Hoffnung, endlich einen Beweis dafür gefunden zu haben, dass es bereits vor den Inkas ein hochzivilisiertes Volk gab, dass für solche Monumente wie Machu Picchu verantwortlich sein könnte, fliegt er mit der Mumie zurück in die USA, um sie dort zu untersuchen.
Doch schnell stellen er und seine Kollegin fest, dass es sich nicht um einen Eingeborenen handelt, sondern um einen spanischen Geistlichen des Dominikaner Ordens. In seinem Schädel finden sie eine goldähnliche Substanz, die verstörende Eigenschaften aufweist und nicht von dieser Welt zu sein scheint.
Zur gleichen Zeit versucht der Rest von Conklins Team an der Ausgrabungsstelle in Peru , alte Ruinen und eine darin vermutete Grabkammer freizulegen. Das Team besteht aus ehrgeizigen Archäologie-Studenten und einem Reporter – angeführt von Conklins Neffen Sam.
Das Team wird von Grabräubern im Inneren der unterirdischen Ruinen eingeschlossen und da sämtliche Ebenen über ihnen nach und nach einbrechen bleibt nur ein Ausweg – durch die goldene und reich gefüllte, jedoch mit tödlichen Fallen gespickte Grabkammer in ein völlig unbekannte Höhlensystem zu fliehen. Doch die Höhlen wurden offenbar bereits hunderte von Jahren zuvor von den Moche – einem älteren Volk als es die Inka waren – ausgebaut und genutzt. Sie beherbergen nicht nur eine Totenstadt und stellen die in den überlieferten Mythen beschriebene Unterwelt der Völker dar – dort leben auch Wesen, die es nicht geben sollte und die schon bald für Schrecken und Tod unter den Forschern sorgen.
Diejenigen, die es aus der Höhle hinaus schaffen, sollen bald erfahren, was es mit der goldenen Substanz auf sich hat, die Prof. Conklin bereits bei der Mumie entdeckt hat. Denn sie heißt nicht umsonst „Das Blut des Teufels“. Im Garten Eden lauert eine Gefahr, die die ganze Welt befallen könnte.
Henry Conklin reist indess unfreiwillig zurück nach Peru, wo er Bekanntschaft mit einem eigentlich nicht mehr existierenden Zweig des katholischen Dominikaner-Ordens macht. Das Blut des Teufels ist für diese Leute von größtem Interesse. Und so treffen sich die Wege der Archäologen wieder – im Garten Eden, dessen Zerstörung die einzige Rettung für die Menschheit ist. Doch wird der katholische Orden es soweit kommen lassen? Für das Blut des Teufels sind diese Leute schon über sehr viele Leichen gegangen.

Dieses Buch habe ich innerhalb kürzester Zeit geradezu verschlungen. Indiana-Jones-mäßige Action, Spannung und Tempo und das alles in der beeindruckenden und geheimnisvollen Welt der alten Inka – so etwas nenne ich einen Pageturner. Natürlich gibt es hier und da noch eine Prise Romantik und viel Tragik. James Rollins hat viele gute Zutaten genommen und ein handwerklich solides Werk daraus geschaffen.
Der Eindruck, dass es sich dabei aber um eine auf möglichst großen kommerziellen Erfolg angelegte Arbeit handelt, lässt sich nicht ganz vermeiden. So gut recherchiert und fundiert die historischen und geographischen Fakten auch sein mögen – für die Auflösung der Geschichte hat sich der Autor nicht ganz soviel Zeit genommen, wie es erforderlich gewesen wäre, um sie abzurunden. Fragen nach dem Woher, Was und Warum bleiben ungelöst bzw. werden nur sehr oberflächlich angerissen.

Fazit: Sehr spannender und temporeicher Mystery- und Wissensschafts-Thriller, den ich gerne weiterempfehle.

Wertung 6 von 10 Punkten

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