CITY OF BONES – Cassandra Clare

Roman

Cassandra Clare

Arena
Taschenbuch
504 Seiten

Clary’s Mutter wird entführt und in der verwüsteten Wohnung treiben sich angriffslustige Dämonen und hirnlose Zombie-Wesen herum. Zuvor wurde Clary in einer Disco Zeugin der Hinrichtung eines Dämonen durch sogenannte Schattenjäger. Langsam erfährt sie mehr über die Zusammenhänge und wird von Jace, einem jungen Schattenjäger über die Welt aufgeklärt, die Irdische normalerweise nicht sehen können. Oh – und Clary kann sie sehen – wie seltsam. Selbstverständlich stellt sich heraus, dass Clary keine Irdische ist sondern, genau wie ihre entführte Mutter, eine Schattenjägerin. Die anderen Schattenjäger New Yorks nehmen sich ihrer an und natürlich entwickelt sich zwischen dem gut aussehenden Jace und ihr eine Romanze. Simon, ihr irdischer bester Freund ist daraufhin eifersüchtig.
Im Laufe der Geschichte erfährt man, dass es einen bösen ehemaligen Schattenjäger gibt, der anscheinend Clarys Mutter entführt hat, um an den sagenhaften „Kelch der Engel“ zu kommen. Mehr noch – seltsame Zusammenhänge tun sich auf – Clary ist ohne Vater aufgewachsen, der ist angeblich vor ihrer Geburt gestorben und Jace’ Vater ist auch tot. Uhh, und der Bösewicht war mal mit Clarys Mutter verheiratet – und die hatten einen Sohn, der angeblich tot ist.
Ich weiß, dass diese Inhaltsangabe etwas lieblos ist aber das spiegelt einfach nur wider, wie genervt ich von der Einfallslosigkeit der Geschichte bin. Ich sage nur „Luke – ich bin dein Vater! Ach, und die da, ist deine Schwester.“

Cassandra Clare hat bekannte Klischees aus der Fantasywelt (Vampire, Werwölfe, Engel, Dämonen usw.) und ebenso altbekannte Beziehungs- und Familien-„Dramen“ zu einer recht belanglosen Urban-Fantasy-Romanze verquirlt. Leider kommen auch die Charaktere durchweg oberflächlich daher. Es gibt Verweise auf Homosexualität, Teenie-Sex und Eifersüchteleien – Niemandem nimmt man das aber wirklich ab. Diese Dinge scheinen nur Verwendung gefunden zu haben, um den Nerv der Zeit zu treffen. Das ging glatt daneben.
Das Ende der Geschichte wurde natürlich offen gelassen, denn es folgen noch zwei weitere Bände. Das Einzige, was man dem Buch zugute halten kann, ist der angenehme und schnelle Schreibstil. Es lässt sich flüssig lesen, sofern man von der Geschichte angetan ist.

Fazit: Altbekanntes, aufgewärmt und hübsch verpackt ohne jegliche Raffinesse.

Wertung 4 von 10 Punkten

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