BEUTE (PREY) – Michael Crichton

beuteRoman

Michael Crichton

Blessing Verlag
gebundene Ausgabe
445 Seiten

Ausgabe nicht mehr erhältlich

Jack ist Informatiker und seit einiger Zeit arbeitslos. Er kümmert sich um den Haushalt und die Kinder während seine Frau Julia in einem Forschungslabor als Managerin mächtig eingespannt ist.  Doch Julia verhält sich zunehmend merkwürdig. Sie ist grob zu den Kindern, launisch, kaum noch daheim und verändert ihre Gewohnheiten. Immer öfter gibt es Streit zwischen den Eheleuten und Jack vermutet, dass Julia eine Affäre hat.
Als ihm ein Job in der Firma seiner Frau angeboten wird, greift er zu. Julia, die gerade nach einem Autounfall im Krankenhaus liegt, erfährt zunächst nichts davon, dass Jack sich auf den Weg in die geheime Forschungsanlage in der Wüste von Nevada macht.
In Nevada erfährt Jack, worum es eigentlich geht. Nanoroboter, die mit Hilfe von Bakterien gebaut/gezüchtet wurden und die militärischen Zwecken dienen sollten. Eigentlich sollten es nur winzige fliegende Kameras werden – doch die Wissenschaftler sind zu sorglos mit den von ihnen geschaffenen Nanopartikel-Schwärmen umgegangen. Das ursprünglich von Jack geschriebene Programm, dass es einem Computer erlauben soll, eigenen Verhaltensweisen zu entwickeln und zu lernen, ist verändert worden und außer Kontrolle geraten. Jack soll es nun wieder richten. Doch er sieht sich mit dem Schlimmsten konfrontiert – etwas, dass er nie für möglich gehalten hätte, ist eingetreten. Halb organische – halb künstliche Schwärme, die extrem schnell lernen, sich anpassen und eine Evolution durchlaufen, töten offenbar Tiere und Menschen. Jack und die Wissenschaftler nehmen einen Kampf gegen einen sich ständig weiterentwickelnden, inzwischen tödlichen Gegner auf. Und dann ist da noch Julia, die nicht mehr sie selbst zu sein scheint und ein Geheimnis birgt, das verheerend für die ganze Menschheit ist.

Es ist ein erschreckend realistisches Szenario, das Crichton in seinem Roman beschreibt. Die wissenschaftlichen Hintergründe werden eingehend beleuchtet und auch wenn man nicht alles davon versteht, bekommt man den Eindruck, dass die Geschehnisse keine Vision einer fernen Zukunft sind, sondern alles auch heute schon machbar wäre.
Der Kampf gegen die Schwärme und auch gegen Intrigen in den eigenen Reihen ist recht nervenaufreibend und fordert viele Opfer. Somit ist auch eine gewisse Spannung gegeben. Die Geschichte ist gut strukturiert und am Ende „rund“.  Eigentlich hätte sie das Potenzial zu einem 5-Tatzen-Buch, doch leider gibt es einen Haken, der mich die ganze Zeit gestört hatte. Mir war die Geschichte von Anfang an zu durchschaubar. Es war recht schnell zu erkennen, worauf alles hinausläuft und was die Ursachen für diverse seltsame Ereignisse waren. Selbst das Geheimnis um Julia war mir fast von Anfang an klar und ich wurde am Ende quasi nur noch bestätigt.  Dadurch ging leider eine Menge an Lesevergnügen verloren.

Fazit: Ein wirklich gut gemachter Wissenschafts-Thriller. Für alle zu empfehlen, die gerne gut unterhalten werden. Es fehlt jedoch der große Überraschungseffekt.

Wertung 7 von 10 Punkten

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