ALPHA – J. T. Brannan

Roman

J. T. Brannan

Bastei-Lübbe
368 Seiten

Gleich zu Beginn: Der Klappentext des Buches klang interessant, sonst hätte ich es nicht gelesen. Doch dahinter verbarg sich leider eine Enttäuschung.  Hier der besagte Text, der mich zum Lesen veranlasste: „Die Wissenschaftlerin Evelyn hat schon immer geahnt, dass die Antarktis unvorstellbare Geheimnisse hütet. Eine 40.000 Jahre alten Leiche im ewigen Eis übertrifft allerdings selbst ihre kühnsten Träume: Dieser Urmensch besitzt alle Merkmale des modernen Menschen! Doch rasch verwandelt sich das Ganze in einen Albtraum, denn die Forscher werden attackiert. Allein Evelyn überlebt, die mysteriöse Leiche verschwindet spurlos. Fortan ist die junge Frau auf der Flucht – und von nur einem Ziel getrieben: am Leben zu bleiben, um das Rätsel des Eismenschen zu lösen.“

Das Abenteuer in der Antarktis war nach ein paar Seiten schon zu Ende. Die Wissenschaftlerin Evelyn und ihr Ex-Mann Matt fliehen durch Südamerika zurück in die USA, um aufzuklären, wer die Leiche aus dem Eis gestohlen hat und warum jeder, der auch nur im Entferntesten davon erfahren hat/wird sterben muss. Zugute kommt ihnen dabei, dass Matt indianischer Abstammung ist und seine Fähigkeiten als Spurenleser jahrelang in einer Spezialeinheit des Geheimdienstes trainieren und nutzen konnte. Er weiß, wie man sich tarnen und verstecken muss, bekommt Hilfe von seinen ehemaligen Kollegen und ist auch sonst ein Überlebenskünstler.
An sich wäre Alpha ein spannender Verschwörungs-Thriller mit Mystery-Komponente, wenn der Autor sich nicht total beim dem Thema Mystery verzettelt hätte. Der Schreibstil konnte wirklich Spannung erzeugen und bis zu dem Punkt, als Licht in das Mysterium des Eismenschen kam, machte das Lesen sogar Spaß. Doch dann kam auf einmal alles zusammen (ACHTUNG SPOILER): Ein Geheimbund von 100 mächtigen und reichen Männern, die skrupellos für ihr Ziel morden und sogar planen, die gesamte Menschheit in den Tod zu führen (bis auf sich selbst, versteht sich), Area 51, Außerirdische, deren Technologie, Biowaffen, der Teilchenbeschleuniger im CERN, Wurmlöcher, Evolution, Atlantis, die Bibel, Zeitreisen! Das alles wurde immer absurder und lächerlicher. Dazu kam, dass die Flucht von Evelyn und Matt am Ende immer unglaubwürdiger wurde. Matt brachte Dinge zustande, die selbst mit seiner jahrelangen Ausbildung und Erfahrung nicht möglich gewesen wären. Und Evelyn nahm auch nie Schaden bei den waghalsigen Aktionen. Feinde verbünden sich ganz plötzlich mit Ihnen und opfern ihr eigenes Leben, nachdem sie gerade einmal ein paar Stunden miteinander bekannt sind. Das letzte Drittel des Buches hat leider überhaupt nicht funktioniert und einen sehr schlechten Eindruck bei mir hinterlassen.

Fazit: Leider eine Enttäuschung. Ich kann es absolut nicht empfehlen.

Wertung 2 von 10 Punkten

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